Was ist Zinsknechtschaft?

Das Wort «Zinsknechtschaft» ist ein Unwort, es gehört in die Kategorie der „Verbotenen Worte“.
Wie die Worte Plutokratie, Schwatzbude oder Auslese, gehört die Zinsknechtschaft zu den von den Nationalsozialisten missbrauchten Worten.
Wer zu oft das Wort «Zinsknechtschaft» benutzt, kommt früher oder später in den Verdacht ein Verschwörungstheoretiker oder ein Neonazi zu sein.
Obwohl der Begriff «Zinsknechtschaft» präzise die Auswirkungen der Exponentialfunktion des Zinses umschreibt, wird das Wort nicht mehr benutzt. Zu stark wurde der Begriff «Zinsknechtschaft» von der nationalsozialistischen Propaganda beschädigt.
Heute wird das Problem durch unfängerliche Begriffe wie beispielsweise Zinsproblematik, Schuldenfalle oder Zinskritik umschrieben. Weil die neuen Begriffe das Problem mehr verharmlosen als umschreiben ist es legitim, die «Zinsknechtschaft» als Begriff zu gebrauchen.
Die Duden Definition stellt keinen aktuellen Bezug zum Begriff her. Die Erklärung des Online-Dudens «(im Mittelalter) Abhängigkeit des Zinsbauern vom Grundherrn» wird dem Problem nicht gerecht. Wie Wikipedia den Begriff «Knechtschaft» definiert, hilft da schon weiter, aber umfasst noch nicht die ganze Problematik.
Zinsknechtschaft, die Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Zins|knecht|schaft
Bedeutung: (im Mittelalter) Abhängigkeit des Zinsbauern vom Grundherrn
Betonung: Zịnsknechtschaft
Grammatik: ohne Plural
Duden: Zinsknechtschaft»
Der Begriff Knechtschaft (Knecht ahd.: Knabe, Diener; -schaft: Beschaffenheit) als Gegenbegriff zu Herrschaft bezeichnet etwa seit seinem Gebrauch in Luthers Bibelübersetzung einen Zustand der Rechtlosigkeit und Ausbeutung ... Zumindest im übertragenen Sinn besteht die Knechtschaft aus der freien Beherrschbarkeit eines Geknechteten als charakteristisch westliche Wunschvorstellung, die seit dem 18. Jahrhundert auf immer breiterer Basis realisiert wurde.
Wikipedia: Knechtschaft»

Die Exponentialfunktion des Zinses

Als ökonomischer Laie wird man nie verstehen, wie die Wirtschaft funktioniert. Ohne fundiertes Fachwissen muss man notgedrungen den Fachleuten vertrauen.
Selbst die ExpertInnen können das Phänomen Wirtschaft nicht schlüssig erklären. Es gibt unzählige Theorien, die sich logisch und plausibel anhören.
Zu jeder Theorie existieren mindestens zwei Theorien, die genauso schlüssig das Gegenteil beweisen.
Horoskope und Wettervorhersagen sind zuverlässiger als Wirtschafts-Prognosen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dem Jackpot im Lotto knackt, ist grösser, als dass die Funktionsweise der Wirtschaft abschliessend erklärt werden könnte.
Wie die Exponentialfunktion des Zinseszins gewichtet wird, hängt von dem Blickwinkel ab. Gemäss dem Rechenbeispiel der Deutschen Bundesbank entfaltet der Zinseszins keine Exponentialwirkung. Mittelfristig neutralisiert die Teuerung den Zinsertrag.
Für die ökonomischen Wissenschaften gilt im übertragenen Sinn das viel zitierte Sprichwort: Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast!
Als werktätiger Laie und Konsument kann man lediglich anhand der im Alltag spürbaren Auswirkungen, Rückschlüsse über die Funktionsweise ökonomischer Mechanismen ziehen.
Der Zinseszins berechnet sich nach der Formel:
Kn = K0 * ((p / 100) + 1)n
Kn: Endkapital inkl. Zinsen nach n Jahren
K0: angelegtes Anfangskapital
p: Zinssatz in Prozent
n: Anzahl der Jahre
Quelle: Quelle: Zinsenberechnen.de
Beispiel:
Das Anfangskapital beträgt 1000 €, die Verzinsung 5%, betrachtet werden 50 Jahre:
ohne Zinseszins:
Die jährlich anfallenden 5% Zinsen werden nicht dem Anfangskapital zugeschlagen und damit wieder angelegt, sondern entnommen und getrennt gesammelt. Nach 50 Jahren erhöht sich so die Summe aus Anfangskapital und getrennt gesammelten Einzeljahreszinsen auf 3500 €.
mit Zinseszins:
Werden die jährlichen Zinsen immer dem jeweils neu anzulegenden Betrag zugeschlagen (kapitalisiert) wird aus den anfänglichen 1000 € bei ansonsten unveränderten Parametern in derselben Zeit eine Summe von 11.467 €.
Quelle: Wikipedia Zinseszins
Durch die Exponentialfunktion des Zinseszins verdoppeln sich die Schulden ungefähr alle 15 Jahre.
Inklusive Zinseszins werden aus SFr. 1000 bei 5% Zins
nach 15 Jahren SFr. 1'979.93
nach 30 Jahren SFr. 4'116.14
nach 45 Jahren SFr. 8'557.15
nach 60 Jahren SFr. 17'789.70
nach 75 Jahren SFr. 36'983.51
Private Haushalte bleiben von Folgen des exponentiellen Wachstums ihrer Schulden verschont. Sobald die Schulden nicht mehr bedient werden können, wird gepfändet oder die Insolvenz wird vollzogen.
Allerdings bleiben die privaten Haushalte nicht von den indirekten Folgen des wachsenden Schuldenvolumens (der öffentlichen Haushalte und der Privatwirtschaft) verschont. Je näher das Ende eines 75 jährigen Schuldenzyklus in Nähe rückt, umso mehr sinkt das Erwerbseinkommen und steigen die Lebenshaltungskosten.
Wenn sich ein kleines Bauerndorf um eine Schule zu bauen mit 3'000'000 Franken bei einer Bank verschuldet, bezahlt es bei 5% Zins jährlich 150'000 Franken Zinsen, was nach 75 Jahren 11'250'000 Franken ergibt, oder steht mit einer Gesamtschuld von 116'498'057 Franken da.
Egal ob die Zinseszinsen sich aufsummieren oder die Schulden pünktlich bedient werden, der Bau eines Schulhauses, kann ein kleines Bauerndorf schnell einmal überfordern.

Zinsknechtschaft

Ein Schuldenzyklus dauert ungefähr 75 Jahre und verläuft in drei Phasen.
Aufbauphase – Wiederaufbau und Neubeginn: In der Aufbauphase wird alles wieder aufgebaut, was zuvor in der finalen Endphase zerstört wurde.
Wie gut sich die Wirtschaft erholt und wann der Neubeginn beginnen kann, hängt davon ab, was in der vorhergehenden Phase zerstört wurde.
Nach einem Staatsbankrott dauert es länger, bis die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Ideal sind Kriege, die die Infrastruktur zerstören, Überkapazitäten und den Arbeitskräfteüberhang vernichten (je mehr Tote umso besser).
Nachdem Zweiten Weltkrieg begann eine 25 jährige Boomphase. Weil weltweit industrielle Überkapazitäten und die dazu gehörenden Arbeitskräfte vernichtet worden waren, erholte sich die Wirtschaft in wenigen Jahren.
In Argentinien profitierte die Wirtschaft nicht so stark vom Staatsbankrott. Weil weder die Infrastruktur zerstört, der Arbeitskräfteüberhang abgebaut noch eine Währungsreform durchgeführt wurde, dauerte die wirtschaftliche Erholung länger.
Die Aufbauphase dauert ungefähr 25 bis 30 Jahre. Sobald die Infrastruktur wiederaufgebaut ist, treten die ersten krisenhaften Erscheinungen auf.
Gegen Ende der Aufbauphase sind die Märkte durch das überschiessende Wachstum gesättigt und können die Überkapazitäten nicht mehr aufnehmen.
Die Aufbauphase endet mit einer tief greifenden Rezession, von der sich Staat und Wirtschaft, für die Dauer des Schuldenzyklus, nicht mehr richtig erholen können.
Stagnationsphase – Stillstand und krisenhafte Erscheinungen: Die Stagnationsphase wird zunehmend durch den Zinseszins und seine negativen Auswirkungen bestimmt.
Um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, muss der Staat die Nachfrage stimulieren und die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Ausser Stellen im öffentlichen Sektor zu schaffen, die Infrastruktur auszubauen und mit Arbeitslosengeldern den Konsum anzukurbeln, kann der Staat nichts tun.
Rezessionsbedingt brechen die Steuereinnahmen weg und die Staatskasse ist leer. Notgedrungen muss der Staat Geld auf den Finanzmärkten aufnehmen und Zinsen dafür bezahlen.
Da der vom Staat herbeigeführte Wiederaufschwung substanzlos ist (es werden keine realen Werte geschaffen), lösen sich in der Folge Konjunktur und Rezession immer schneller ab.
Um das wirtschaftliche Leben aufrecht zuerhalten, bleibt dem Staat nichts anders übrig, als sich immer tiefer zu Verschulden und immer mehr Zinsen zu bezahlen.
Je länger die Stagnationsphase anhält umso mehr Geld muss der Staat für den Schuldendienst aufwenden. Gegen Ende der Stagnationsphase muss der Staat Geld aufnehmen, um die Zinsen zu bezahlen und das gesamte Steueraufkommen für den Schuldendienst einsetzen.
- Der Staat macht bei den Banken Schulden um seine Schulden bei den Banken zu bezahlen. Am Ende besitzen die Banken alles und das Volk besitzt nichts mehr -
Für seine Aufgaben bleibt dem Staat kein Geld mehr. Die Infrastruktur zerfällt, der ÖV bleibt stehen, Schulen schliessen und Renten können nicht bezahlt werden. Das gesamte Staats- und Volksvermögen fliesst als Zins dem Finanzkapital zu.
Der Niedergang wird durch die exponential anwachsende Zinsgeldmenge beschleunigt (Zinszahlungen werden zu spekulativem Kapital). Das Geld, das als Zins in dem Finanzkapital zufliesst, muss gewinnbringend oder zumindest werterhaltend, in reale Werte angelegt werden.
Damit aus fiktivem Geld echte Werte werden, wird ein Teil des Kapitals in Boden, Immobilien und Produktionsmittel investiert. In der Folge steigen die Preise für die Wohnungen und die Arbeitnehmer werden durch innovative Produktionsmittel (Roboter ...) aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.
Gegen Ende der Stagnationsphase ist der Staat in der Schuldenfalle gefangen. Dem Staat bleibt kein Geld um Massnahmen gegen die sich verschärfende Krise zu ergreifen.
Finale Endphase – Systemkrise und Zusammenbruch: Die finale Endphase beginnt wenige Jahre vor dem endgültigen Zusammenbruch. Zu Beginn der finalen Endphase funktioniert der Staat nur noch eingeschränkt. Den Sicherheitsorganen entgleitet die Kontrolle über die öffentliche Ordnung, das Sozialwesen fällt auseinander und nichts mehr kann den allgemeinen Zerfall aufhalten.
Durch die steigenden Immobilien-Preise und die wegbrechenden Arbeitsplätze nimmt die Obdachlosigkeit zu. Das Elend und die Armut nehmen von Tag zu Tag zu.
In der finalen Endphase herrschen ähnliche Zustände wie zu Beginn der 1930er Jahre in der Weimarer Republik oder in Griechenland nach Ausbruch der Eurokrise.
Gegen Ende der finalen Endphase ist die Lage aussichtslos. Wenn die Menschen Glück haben, werden der Staatsbankrott und die unabdingbar gewordene Währungsreform vollzogen. Wird von den Gläubigern das unabdingbar Gewordene verweigert, dann kann nur noch eine Revolution, ein zerstörerischer Krieg oder die faschistische Machtergreifung helfen.
Gegen Ende des Schuldenzyklus gibt es keine Alternative zu einem Schuldenerlass. Entweder geht der Neuanfang geordnet vor sich oder die Welt, versinkt in Krieg und Chaos.
Ohne einen Schuldenschnitt und einer Neuverteilung des Kapitals gibt es keinen Neuanfang.

Ohne Krieg kein Neubeginn

Der Erste und der Zweite Weltkrieg waren wirtschaftlich gesehen unausweichlich. Aus wirtschaftlicher Sicht konnte der Welt nichts Besseres passieren, als eine effiziente Beseitigung der Überkapazitäten und des Arbeitskräfteüberhangs.
Vom menschlichen Standpunkt her gesehen, war der Preis für die wirtschaftliche Wiederbelebung viel zu hoch. Aber aus der Sicht des Finanzkapitals haben sich die Weltkriege gelohnt.

Die Erben des Nationalsozialismus

Aus der Distanz von über einem halben Jahrhundert betrachtet, vollzogen sich in Deutschland zwischen 1930 und 1950 unglaubliche Dinge.
Wenn man der offiziellen Geschichtsschreibung glauben kann, dann stieg ein böhmischer Gefreiter in kurzer Zeit zum uneingeschränkt herrschenden Führer über Deutschland auf.
Das angeblich besiegte und von Reparationszahlungen gebeutelte Deutschland verwandelte sich innert weniger Monate in ein innovatives Wirtschaftswunderland.
Da wo vor Kurzem noch Depression und Stagnation geherrscht hatte, wurde die Zukunft erfunden. Vieles, was uns heute als selbstverständlich erscheint wie Computer, Autobahnen, Rundfunkempfänger, Raumfahrt, Atomkraft, TV-Geräte, Helikopter ... und die moderne Kriegsführung wurden in Nazideutschland erfunden.
Das alles sind Erfindungen, die unser Leben vereinfacht und bequemer gemacht haben. Aber leider auch, eine dunkle und gefährliche Seite haben.
Besonders erstaunlich wirkt in der Rückschau, dass dies alles unter den Bedingungen der Diktatur geleistet wurde. Die Bomben, die vom Himmel fielen, müssen eine unglaubliche Kreativität freigesetzt haben.
Wie das alles geleistet werden konnte, wird für immer ein Rätsel bleiben. Keine rationale Erklärung kann das Phänomen Adolf Hitler und das Dritte Reich erklären. Selbst die aberwitzigsten Verschwörungstheorien greifen zu kurz.
Als der Krieg vorbei war, war der Spuk auf einen Schlag vorbei.
Die Wunderwaffen waren auf einmal weg, als ob es sie nie gegeben hätte. Die einst so Furcht einflössenden Herrenmenschen wurden über Nacht zu kleinkarierten Spiessbürger.
Wenn Frage nicht geklärt werden kann, wie dass alles entstehen konnte, so wäre es doch interessant zu wissen, wohin das Inventar des Schreckens verschwunden ist. Wer hat es sich angeeignet? Wer hat es geerbt? Wer hat die ungeheuere Verantwortung übernommen, mit der die Erbschaft des Nationalsozialismus verbunden ist?
Auch bleibt die Frage zu beantworten, warum die Erbschaft des Nationalsozialismus nicht vernichtet wurde.
Nach offizieller Leseart war Nazi-Deutschland das Reich des Schreckens und die Sieger waren die Guten, die dem Nationalsozialismus für immer besiegt und überwunden haben.
Warum wurde nicht, um weiteren Schaden zu vermeiden, das Inventar des Schreckens für immer vernichtet?
Wie man es auch immer dreht und wendet, die offizielle Geschichtsschreibung hat Lücken, oder kann zumindest nicht logisch nachvollzogen werden.

Wie es gewesen sein könnte und eventuell auch war

Abseits der offiziellen Verlautbarungen dachte nach dem Zweiten Weltkrieg niemand daran, dem Nationalsozialismus ein Ende zu bereiten. Einerseits hatte man die Nazis kräftig unterstütz (die eintätowierte Nummer der KZ-Häftlinge war ihre IBM-Lochkarten-Nummer) und im Verlaufe des Krieges gemerkt, welchen Wert die Erfindungen der Nazis für das eigene Machtstreben hatten.
Als der Krieg vorbei war, wurden der Kosmetik halber einige Führungsfiguren hingerichtet. Alle Nazis, denen man habhaft werden konnte, wurden so schnell es nur ging in die eigene Gesellschaft und Armee integriert (gemeint sich die Wissenschaftler und Bürokraten die das Dritte Reich organisiert haben).
Dabei wurde pragmatisch vorgegangen. Die Franzosen übernahmen ein Teil der Wehrmacht und der Waffen-SS und integrierten sie in die Fremdlegionen. Soldaten und Kriegsverbrecher, die ihr Handwerk bei der SS gelernt hatten, kämpften und massakrierten in Indochina und Algerien weiter.
Die US-Amerikaner übernahmen den Nationalsozialisten die Feindbilder und die militärischen Technologien. SS-Taktiken, Methoden und Personal wurden übernommen und weiter entwickelt. Die Waffen und Strategien der verdeckten Kriegsführung sind über drei Ecken hinweg Made in Germany.
Massenmanipulations-Techniken wurden an die Unterhaltungsindustrie weiter gegeben und zur Kontrolle der eigenen Bürger eingesetzt.
Die Organisation Gehlen, bestand aus ehemaligen Geheimdienst-Agenten (Abteilung Fremde Heere Ost des deutschen Generalsstabs) und SS-Angehörigen. Die Amerikaner hatten keinen Zugang zu unabhängigen Geheimdienst-Informationen über die Sowjetunion. Notgedrungen vertrauten sie Generalmajor Reinhard Gehlen und seinen Leuten. Auf die Idee, dass sie von einigen notorischen Nazis instrumentalisiert und missbraucht wurden, sind die Amerikaner nie gekommen (oder wollten nicht daran denken).
Vielleicht wäre der Kalte Krieg anders verlaufen, oder gar nie ausgebrochen, wenn den Amerikaner objektive Informationen über die Sowjets gehabt hätten.

Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz

Der historische Nationalsozialismus ist mit dem Dritten Reich untergegangen. Die NS-Ideologie, der Kern des Nationalsozialismus hat den Untergang überdauert und wirkt fort.
Die Sieger hatten das Potenzial des Nationalsozialismus erkannt und wurden zu gelehriger Schüler ihrer einstigen Feinde. Mit dem, was sie gelernt haben, haben sie die neue Welt aufgebaut.
Der Nationalsozialismus hat ein freundlicheres Gesicht bekommen. Führerkult und Militarismus sind aus dem Alltag verschwunden. Die Verwalter des nationalsozialistischen Erbes haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Sie sind zivilisiert geworden und treten als umweltbewusste und familienfreundliche Gutmenschen auf.
Sonst ist alles beim Alten beblieben. Kriege werden verdeckt geführt, gekämpft wird wie seit jeher um das eurasische Rohstoffbecken und die Weltherrschaft.
Von all dem merken die Menschen nichts. Ihnen sitzt die mit NS-Methoden geschürte Angst im Nacken und sie können an nichts, ausser an das eigene Überleben denken.
Anstatt vorbeimarschierenden Soldaten zuzujubeln, glotzen die Menschen in den Bildschirm und dämmern ihrer eigenen Verblödung entgegen.

Geheimgesellschaften: Rituale

Rituale im Alltag

Rituale sind rhythmisch wiederkehrende, gleichförmig bleibende, sich nicht verändernde Handlungen.
Einfache Handlungen, wie beispielsweise Zähneputzen, die täglich zur gleichen Zeit, auf die gleiche Art und Weise wiederholt werden, verwandeln sich mit der Zeit zu Ritualen (ritualisierte Handlungen).
Rituale (gleichförmig sich wiederholende Handlungen) strukturieren die Zeit und bieten dem Leben Sicherheit. Sie sind Fixpunkte, an denen sich der Mensch orientieren kann.

Rituale in der Gruppe

Innerhalb einer Gruppe stärken Rituale den Zusammenhalt. Die Gruppenmitglieder der Gruppe können sich an den Ritualen orientieren. Die Rituale vermittelten ihnen die Gewissheit, dass sie von der Gruppe getragen und nicht in Stich gelassen werden.
Der Inhalt der Rituale ist unwesentlich ihr Potenzial. Wichtig ist es, dass der Inhalt sich nicht ändert und regelmässig wiederholt wird. Der wöchentliche Stammtisch ist genau so ein Ritual wie der Sonntagsbraten, der Anlass wird regelmässig wiederholt, ist gleichförmig strukturiert und verändert sich nie.
Gruppenrituale stärken den Zusammenhalt und grenzen die Gruppe gegen aus ab. Gruppen können nur funktionieren, wenn alle Mitglieder ihre Aufgabe wahrnehmen. Ein Angriff auf ein Mitglied ist ein Angriff auf die Gruppe. Um ihre Integrität zu schützen, ist die Gruppe gezwungen, als Kollektive ihre Mitglieder zu schützen.
Loyalität kommt vor der Legalität. Die gegenseitige Abhängigkeit verpflichtet die Gruppe zur absoluten Loyalität. Selbst wenn ihre Mitglieder in kriminelle Machenschaften verwickelt sind, muss die Gruppe für die Integrität ihre Mitglieder einstehen.

Geheime Praktiken und Rituale

Geheime Praktiken, die bei Strafe nicht verraten werden dürfen, stärken den Gruppen-Zusammenhalt.
Das gemeinsame Aufsagen eines Gedichts entfaltet eine andere Wirkung als stundenlanges, sich verstärkendes Meditieren. Am stärksten wirken ritualisierte Verstösse gegen die geltenden Moralvorstellungen.
Aufnahmerituale und ritualisierte Strafen erhöhen die gegenseitige Abhängigkeit.
Die ideale Geheimgesellschaft bindet die Mitglieder an sich, in dem er alle ihre Bedürfnisse befriedigt.

Sexuelle Rituale

Sexuelle Rituale bauen Spannungen innerhalb einer Gruppe ab und stärken die Loyalität, der Mitglieder zueinander.
Obwohl nicht verboten, verstösst Gruppensex gegen mehrere Tabus. Alleine die Information, dass jemand aktiv Gruppensex betreibt, kann für den Betreffenden nachteilig sein.
Dadurch, dass der Tabubruch in der Gruppe begangen wird, erhält die Gruppe eine Handhabe mit der sie ihre Mitglieder zur Loyalität zwingen kann.
Nichts bindet die Mitglieder stärker aneinander als amoralische, sexuelle Handlungen (Pädophilie, Hardcore-SM, Gruppenvergewaltigung). Geheimgesellschaften, die auf die unbedingte Loyalität ihrer Mitglieder angewiesen sind, bauen sexuelle Handlungen in ihre Rituale ein.
Zum Beispiel: Zum Initiationsritus der Skulls & Bones gehört bizarre Mischung aus Beichte und Tabubrüchen. Die Kandidaten legen sich bei der Initiation in einen offenen Sarg, onanieren und erzählen dabei ihre sexuelle Vergangenheit.

Was ist Plutokratie?

Lange Zeit war es still um die Plutokratie geworden. Niemand wollte das Tabu brechen und den von Nationalsozialisten beschädigten Begriff der Plutokratie in den Mund nehmen.
Das neue Jahrtausend hat die etwas angestaubte Plutokratie dem bildungssprachlichen Gebrauch entrissen und ihr zu neuem Glanz verholfen.
Einen wesentlichen Anteil an der begrifflichen Wiedergeburt der Plutokratie haben die sich verschärfende Zinseszins-Problematik und die mit ihr verbundene Krise des Kapitals.
Es sind bald wieder 75 Jahre vergangen und die Prognosen von der zyklischen wiederkehrenden Krise des Kapitals erfüllen sich leider zum wiederholten Mal.
Plutokratie, die
Wortart:
Substantiv, feminin
Gebrauch:
bildungssprachlich
Worttrennung:
Plu|to|kra|tie
Bedeutungen:
Staatsform, in der die Besitzenden, die Reichen die politische Herrschaft ausüben, Geldherrschaft
Staat, Gemeinwesen, in dem eine Plutokratie besteht
Synonyme zu Plutokratie:
Aristokratie, Adelsherrschaft, Oligarchie
Herkunft:
(französisch plutocratie ) griechisch ploutokratía, zu: ploũtos = Reichtum und -kratie
Online-Duden: Plutokratie
Die Plutokratie oder Plutarchie (griechisch πλουτοκρατία plutokratía Reichtumsherrschaft, von πλοῦτος plútos = Reichtum und κρατεῖν krateín = herrschen) ist eine Herrschaftsform, in der Herrschaft durch Vermögen legitimiert wird, also die Herrschaft des Geldes (auch «Geldadel» genannt). Politische Rechte werden anhand des Vermögens vergeben (z. B. über das Zensuswahlrecht). Die Plutokratie ist eine Unterform der Oligarchie.
Wikipedia: Plutokratie

Die plutokratische Selbstauflösung

Der folgende Text baut auf dem Artikel über die Oligarchie auf»
Plutokratie und Oligarchie sind untrennbar miteinander verbunden. Wie die Oligarchie ist die Plutokratie eine gesellschaftliche Zerfallserscheinung, die am Ende eines sozialen Zyklus auftritt.
Oligarchie und Plutokratie sind sich sehr ähnlich. Oberflächlich betrachtet fällt es schwer die Oligarchie von der Plutokratie zutrennen.
Erst bei vertiefter Betrachtung werden die Unterschiede zwischen oligarchischen und plutokratischen Zerfallserscheinungen greifbar. In beiden Fällen handelt es sich um eine Form der Entartung. Die Oligarchie ist Entartung der Aristokratie und die Plutokratie die Entartung der ökonomischen Verhältnisse.
In oligarchischen Systemen ist die Macht an den Status gebunden und vererbbar. In der Plutokratie ist (im Gegensatz zur Oligarchie), die Macht an den Besitz und den Status gebunden. Ohne Besitz keine Macht und keinen Status. Unter plutokratischen Verhältnissen ist der Status nur mit dem Besitz vererbbar (verarmte Aristokraten haben mit dem Vermögen ihren Status verloren).
Im realen Leben fällt dieser Unterschied nicht so ins Auge, den wer an der Macht ist, ist automatisch auch reich. Aber zum Verständnis der Plutokratie ist es hilfreich, diesen Unterschied vor Augen zu halten.
Die Oligarchie ist ein soziales Korrektiv, es ist ihre Aufgabe Fehler aus der Vergangenheit zu korrigiert. Die oligarchische Krise mündet in eine (nicht immer gewaltsame) Revolution, die einen gesellschaftlichen Neuanfang ermöglicht. Oligarchische Zerfallsphasen können als den gesellschaftlichen Organismus reinigende Fieberkrankheiten gesehen werden.
Die Plutokratie kann als eine verschärfte Form der Oligarchie aufgefasst werden. Anders als bei der Oligarchie steht der Besitz, das Geld im Zentrum der plutokratischen Machtausübung. Der Status ist im plutokratischen System sekundär, er ergibt sich aus dem Besitz. In den zeitgenössischen Plutokratien verstecken sich die herrschenden Superreichen anonym im Hintergrund.
Während in oligarchischen Systemen nur die herrschende Klasse entartet, korrumpiert die Plutokratie die ganze Gesellschaft. Das Streben nach Reichtum zersetzt die gesamte Gesellschaft und setzt Sitten und Moral ausser Kraft.
Nach oligarchischen Zerfallsphasen gesundet die Gesellschaft und die Menschen haben wieder eine Zukunft. Nach dem plutokratischen Zerfall kommt das Nichts. Die Gesellschaft hört auf zu existieren. Sie verliert sich im Zeitenstrom oder wird durch konkurrierende Mächte militärisch besiegt und unterworfen.
Die spätrömische Dekadenz ist das Produkt eines plutokratischen Zerfalls, der in der finalen Endphase zum Niedergang Roms führte.
Die neuere Schweizer Geschichte ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von oligarchischem Zerfall und revolutionären Neubeginn. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Ancien Régime überwunden und die Confoederatio Helvetica, die moderne Eidgenossenschaft gegründet. Vor dem Zweiten Weltkrieg musste das liberal/konservative Bürgertum seinen Alleinführungs-Anspruch aufgeben und die Arbeiterschaft an der Macht beteiligen (Zauberformel). Der neu geschlossene soziale Frieden legte den Grundstein zum wirtschaftlichen Aufstieg der Schweiz.

Woran erkennt man den plutokratischen Zerfall?

  • Mammonismus: Käuflichkeit von Amt, Posten und politischen Einfluss.
  • Dekadenz: Monetarisierung aller zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Menschen verkehren nur noch auf der Basis von Gefälligkeiten und Provisionen miteinander.
  • Zensur: Monopolmedien verdrängen die freien und unabhängigen Medien.
  • Monopolwirtschaft: Monopole zerstören die freie Marktwirtschaft.
  • Herrschaft der Wenigen: Die Monopole bestimmen die Gesetzte; PolitikerInnen bedienen nur noch die Interessen der Superreichen.
  • Die soziale Mobilität nimmt ab: Zwischen den sozialen Schichten findet keinen Transfer mehr statt.
  • Die Chancengleichheit nimmt ab: Der freie Zugang zur Bildung ist nicht mehr gewährleistet.
  • Kollektive Verarmung: Zerfall des Mittelstandes; bis nur noch viele Arme und wenig Reiche übrig bleiben.
  • Zerfall der sittlichen Ordnung: Überhandnehmen von Egoismus, Materialismus und Hedonismus.
  • Verfall des Gemeinwesens: Der erodierte Staat löst sich in gewaltsamer Anarchie auf.

Was ist Oligarchie?

Seit Menschen über Menschen Macht ausüben, treten in zyklischen Abständen oligarchische Zustände auf. Wer herausfindet, wann in der evolutionären Entwicklung Macht vererbbar wurde, hat das Rätsel der Menschwerdung gelöst.
Die Definitionen von Online-Duden und Wikipedia geben darüber Auskunft, wie die Oligarchie als historisches Phänomen gesehen werden kann.
Oligarchie, die
Wortart:
Substantiv, feminin
Von Duden empfohlene Trennung:
Oli|gar|chie
Bedeutungen:
Staatsform, in der eine kleine Gruppe die politische Herrschaft ausübt
Staat, Gemeinwesen, in dem eine Oligarchie besteht
Synonyme zu Oligarchie :
Aristokratie; Adelsherrschaft; (bildungssprachlich) Plutokratie
Herkunft:
griechisch oligarchía, zu: olígos (oligo-, Oligo-) und árchein = Führer sein, herrschen
Quelle Online-Duden»
Die Oligarchie (vom griechisch «ὀλιγαρχία oligarchia» Herrschaft von Wenigen, zusammengesetzt aus «ὀλίγοι oligoi = Wenige» und «ἀρχή archē = Herrschaft») ist in der klassischen (antiken) Verfassungslehre die Entartung der Aristokratie. Zur Abgrenzung von dieser Bedeutung und in Besinnung auf den eigentlichen Wortsinn wird heute auch der an sich gleichbedeutende Begriff Oligokratie (griechisch «κρατία kratía = Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke») verwendet.
Quelle Wikipedia»

Der oligarchische Zerfall des Staates

Ein Staat konstitutioniert sich nicht als Oligarchie. Ob ein Staatswesen oligarchisch, oder auf dem Weg zur Oligarchie ist, manifestiert sich an symptomatischen Prozessen und Verhaltensweisen.
Die Erscheinungsform eines oligarchischen Systems hängt von den sozialen und historischen Bedingungen ab, unter dem es entstanden ist.
Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Oligarchie unter den Bedingungen des Informatikzeitalters anders darstellt, als in einem antiken Stadtstaat. Auch macht es einen Unterschied, ob in einem lateinamerikanischen Drittwelt-Land, in einem osteuropäischen Schwellenland oder in einer westlichen postindustriellen Gesellschaft die Elite entartet und der Staat in die Oligarchie verfällt.
Unabhängig davon, welche Wege in die Oligarchie führten und wie die oligarchischen Gesellschaften organisiert sind, in der Summe sind sich die katastrophalen Folgen gleich.
Gesellschaften entwickeln sich in dreistufig verlaufenden Zyklen. Zu Beginn des Zyklus steht eine politische, soziale und/oder technische Revolution, die ein neues Zeitalter einläutet.
Die erste Phase ist die Phase der Gründer. Aktiv Beteiligte und Zeitzeugen der Revolution bauen eine neue, progressive, alle Erfordernisse der Zeit berücksichtigende Gesellschaft auf. In der ersten Phase bilden sich die gesellschaftstragenden Eliten heraus.
Die zweite Phase ist die Phase der Bewahrer. Die Bewahrer waren nicht direkt an der Revolution beteiligt. Sie kennen die Zustände vor der Revolution und die revolutionären Errungenschaften aus den Erzählungen der Revolutionäre. Die Bewahrer gehören zur unmittelbar nach der Revolution geborenen Generation.
Die dritte Phase ist die Phase der Nutzniesser. Die Nutzniesser haben keinen Bezug zur Revolution. Für sie sind die Errungenschaften der Revolution eine Selbstverständlichkeit. Die Nutzniesser tragen nichts zur Weiterentwicklung der Revolution bei. Sie verwalten die revolutionären Errungenschaften mehr schlecht als recht und profitieren, ohne etwas beizutragen, von dem was die vorgehenden Generationen geschaffen haben.
Mit den Nutzniessern setzt der Niedergang der Gesellschaft ein. Die Nutzniesser haben die Fähigkeit verloren existenzielle Probleme zulösen.
Hat einmal der Entartungsprozess begonnen, ohne dass die Gesellschaft sich dagegen wehrt, ist der Zerfall in die Oligarchie nicht mehr zu stoppen.
Die Entartung der Elite beginnt, wenn sie sich selber ihrer Existenzberechtigung beraubt hat und degenerative Erscheinungen überhandnehmen.
Probleme, die zum Zerfall führen, können verschiedenster Natur sein, wie etwa: Klimawandel, Naturkatstrophen, innovative Technologien, soziale Gegensätze, Migration, Wirtschaftskrisen, Rohstoffknappheit, Überbevölkerung, Krieg ...
Die im sozialen Zyklus enthaltenen Zerfallstendenzen werden durch die Problematik des Zinseszinses verschärft. Der mit dem Zinssystem verbundene Umverteilungsmechanismus verschärft gegen Ende eines sozialen Zyklus den Gegensatz zwischen Arm und Reich. Die sozialen Spannungen nehmen so lange zu, bis sie sich gewaltsam entladen.
Zerfallende, sich in Auflösung befindende Eliten haben seit jeher die Fantasie der Schriftsteller beflügelt. Am bekanntesten sind die Bücher von Josef Roth, Leo Tolstoi und Émile Zola. Sie liefern eine detaillierte Innenansicht wie Eliten in den Prozess vorschreitender Degeneration abgleiten und zerfallen.
Der mit der oligarchischen Machtergreifung verbundene Zerfall der staatlichen Ordnung hat für die Betroffenen existenzbedrohende Folgen:
  • Soziale, wirtschaftliche und politische Stagnation.
  • Verarmung der Gesellschaft – Erosion des Mittelstands.
  • Kulturelle Stagnation.
  • Das Bildungsniveau nimmt ab.
  • Forschung und Wissenschaft stagnieren und können nicht frei entfalten.
  • Geistige und psychische Inzucht degenerieren die Elite.
  • Staat und Gesellschaft verlieren die Fähigkeit sich zu erneuern und zerfallen.

Oligarchische Machtergreifung

Die Oligarchie ist keine deklarierte Staatsform, sie ist ein zyklisch wiederkehrender Zustand. Der Oligarchie liegt kein ideologisches Konzept zugrunde, sie ist das Endprodukt eines gesellschaftlichen Zerfalls-Prozesses. Der Übergang von der Demokratie zur Oligarchie findet schleichend statt. Zu Beginn sind es nur Tendenzen. Mit dem fortschreitenden gesellschaftlichen Zerfall nehmen die oligarchischen Tendenzen zu, bis sie nicht mehr gestoppt werden können. Am Ende des finalen Prozesses hört der Staat auf zu funktionieren und löst sich in Anarchie auf.

Die Oligarchie begleitende Auflösungserscheinungen

  • Enteignung / Aneignung: Die herrschende, reiche Klasse eignet sich in einem auf Zeit angelegten Privatisierungs-Prozess die Allmende an.
  • Direkte und indirekte Zensur: Monopolmedien verdrängen und eignen sich die freien Medien an.
  • Wirtschaftlicher Niedergang: Monopole behindern die freie wirtschaftliche Entwicklung.
  • Die soziale Mobilität nimmt ab: Zwischen den sozialen Schichten findet keinen Transfer mehr statt.
  • Die Chancengleichheit nimmt ab: Der freie Zugang zur Bildung ist nicht mehr gewährleistet.
  • Lobbyismus: Korruption und Vetterliwirtschaft greifen um sich.
  • Günstlingswirtschaft und Klientelismus: Ohne Geld und gute Beziehungen gibt es keinen Zugang zu Staatsstellen und politischen Ämtern.
  • Einkommensschere: Durch die expotenziale Wirkung des Zinseszins werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.
  • Herrschaft des Unrechts: Zerfall der Sittlichkeit.
  • Kollektive Verarmung: Der Mittelstand zerfällt. Am Ende des Zerfalls-Prozesses ist die Gesellschaft verarmt, der gesamte Reichtum konzentriert sich auf die Superreichen (ca. 5% der Gesellschaft).

Der Nationalsozialismus im Kontext seiner Zeit

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Wenn der Nationalsozialismus nach heutigen Begriffen beurteilt wird, kann das Urteil nur negativ ausfallen. Im Kontext seiner Zeit war er eine normale Erscheinung. Abgesehen von vereinzelten Vorbehalten, war der Nationalsozialismus für die meisten Menschen eine ernsthafte Option.
Die Nazis haben populäre Ansichten zu einer Ideologie geformt und diese konsequent umgesetzt.
International genossen die Nationalsozialisten hohes Ansehen.
Die tonangebenden wirtschaftlichen und politischen Eliten brachten den Nationalsozialisten viel Sympathie und Zustimmung entgegen.
Neben der weltanschaulichen Übereinstimmung sahen die westlichen Regierungen in Nazideutschland ein Bollwerk gegen den Kommunismus, das gestärkt werden musste.
Rassismus und Euthanasie wurden auch ausserhalb Deutschlands praktiziert. Überall wo das soziale Gefälle gross war, wurde der Darwinismus missbraucht, um das Unrecht zu rechtfertigen.
Im Unterschied zu den anderen Ländern wurde in Nazideutschland offen und aggressiv propagandiert was alle taten und entschiedener zur Tat geschritten.
Zu einer Gesinnungsänderung kam es erst, als im Verlaufe des Krieges das Ausmass der Katastrophe sichtbar wurde.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde den Deutschen die alleinige Schuld in die Schuhe geschoben. Die Sieger des Zweiten Weltkriegs wuschen ihre Hände in Unschuld und standen mit einer weissen Weste da.
Der Nationalsozialismus wird heute vielfach als isolierte Erscheinung begriffen. Aber das war er nicht, er war ein Kind seiner Zeit. Damit der Nationalsozialismus für immer Geschichte bleibt, ist es notwendig die Ideologie, im Kontext ihrer Zeit zu sehen.

Rassismus / Rassenlehre

Im Mittelalter hatte die Religion die Aufgabe, den Feudalismus zu legitimieren. Der hierarchische Aufbau der Feudalgesellschaft wurde durch den in der Bibel geoffenbarten Willen Gottes gerechtfertigt.
Die Reformation machte die Bibel allen Menschen zugänglich und führte die Theorien des Klerus ad absurdum. Weil sich mit der Religion die feudale Ordnung nicht mehr rechtfertigen liess, musste eine neue „Unterdrückungs-Ideologie“ gefunden werden.
Diese Aufgabe wurde von der neuen Religion, der Wissenschaft übernommen. Einige einflussreiche Gelehrte schufen aus naturwissenschaftlichen Versatzstücken eine neue Herrschaftsideologie.
Die neue „Unterdrückungs-Ideologie“ musste unter anderem auch den Ansprüchen des Kolonialismus genügen. Sie musste sowohl soziales Gefälle wie auch Versklavung und Genozid rechtfertigen.
Der Rassismus genügte allen diesen Ansprüchen und wurde zu Leitideologie erhoben. Da der Rassismus auf «objektiven wissenschaftlichen» Tatsachen beruhte, konnte und durfte er nicht hinterfragt werden.
Der «naturwissenschaftliche» Rassismus diente dem Sozialdarwinismus als Fundament. Sozialdarwinismus kann als eine Form von naturwissenschaftlich radikalisiertem Rassismus gesehen werden.
Der Rassismus der Nationalsozialisten unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der Briten, Amerikaner, Belgier, Italiener, Australier oder Franzosen.
Die Westalliierten waren im Zweiten Weltkrieg noch Kolonialmächte. Die Kolonialmächte behandelten die Kolonialisierten sie nicht viel anders als die Nazis die Slawen. Amerikaner und Australier betrieben Euthanasie-Programme. In Australien wurde die Hälfte der Ureinwohner ermordet. In Nordamerika wurde der schleichende Genozid an den Ureinwohner bis in die 1980er Jahren fortgeführt.
«Befreier» und «Befreite» sind gleich tief in rassistische Verbrechen verstrickt. Die Verbrechen gegeneinander aufzurechnen verbietet der Anstand und ist pietätslos.

Imperialismus / Lebensraum-Ideologie

Imperien sind in ihrem Wesen nach imperialistisch. Die Entfaltung der imperialen Macht beruht auf Landnahme, Raub, Entrechtung und Versklavung. Am Vorgehen der Imperialisten hat sich seit den Tagen des persischen Grossreiches nichts geändert.
Imperien unterscheiden sich nur an der Art voneinander, wie sie regiert werden und welche Stellung den Untertanen zukommt (was für die Betroffenen den Unterschied zwischen relativer Freiheit und absoluter Versklavung ausmacht).
Das Spektrum reicht von dem belgischen Terrorregime im Kongo, bis zu der humanen Weitschicht, mit dem die Perser über ihr Grossreich herrschten. Unabhängig von den historischen und sozialen Umständen basieren alle imperialen Systeme auf dem Prinzip der Landnahmen.
In ihren Grundzügen sind die nationalsozialistische Lebensraum-Ideologie und die Kolonial-Ideologien der Franzosen, Briten oder US-Amerikaner identisch. Der einzige Unterschied ist, dass die Nationalsozialisten offen propagandieren, was alle taten und später keiner zugeben wollte.
Ob einem Kongolesen die Extremitäten abgehackt wurden, weil er zu wenig Kautschuk-Saft abgezapft hatte, oder ein Slawe ein KZ-Vernichtungslager verschleppt wurde, macht keinen Unterschied. In beiden Fälle war es für die Betroffenen eine Katastrophe.
Die französischen und britischen Imperien standen in der Vorkriegszeit vor ihrer Auflösung. Die Alliierten gingen zwar siegreich aus dem Ersten Weltkrieg hervor. Aber sie hatten die Kraft verloren, ihre Imperien zusammenzuhalten.
Die treibende Kraft hinter dem Zweiten Weltkrieg war die Konkurrenz der aufstrebenden Imperialmächten Sowjetunion, USA und Deutschland. Alle Partien trachteten gleichermassen danach, mit kriegerischen Mitteln die „Nachfolge-Frage“ zu klären.
Der Zweite Weltkrieg endete mit der Herabstufung Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens zu regionalen Mittelmächten.
Ideologische Differenzen spielten im Zweiten Weltkrieg keine Rolle. Gekämpft wurde, worum im Krieg immer gekämpft wird: Macht und Geld.
Ideologien wurden (und werden) geschaffen, um den Menschen Krieg und Kolonialismus schmackhaft zu machen. Imperiale Ideologien funktioniere alle nach dem gleichen Schema. Verborgen hinter rationalen Ideen, spielen sie mit den Ängsten, Sehnsüchten und Minderwertigkeitsgefühlen der Menschen. In den Inhalten passen sich imperiale Ideologien dem Zeitgeist an, in ihrem Kern sind sie alle gleich totalitär.
Römer: Verbreitung des römischen Universalimpulses.
Spanien und Portugal: Religion, Missionierung der Heiden.
Franzosen: wirtschaftliche und politische Hegemonie, Menschenrechte.
Briten: Darwinismus, Paternalismus, Entwicklungsdiktatur.
Nationalsozialisten: Primat der Herrenrasse.
US-Amerika: Verbreitung von Freiheit und Demokratie.

Sozialdarwinismus / Euthanasie

Der Nationalsozialismus gehört zu den Dingen, die je intensiver man sich mit ihnen beschäftigt, umso weniger fassbar werden.
Mangels einer genaue Definition des Begriffes, respektive der Ideologie kann alles in den Nationalsozialismus hineinprojiziert werden. Arg vereinfacht kann gesagt werden: Der Nationalsozialismus ist dasjenige, was die Menschen aus ihm machen.
Im Gegensatz zum Marxismus und dem Anarcho-Syndikalismus gibt es über den Nationalsozialismus keine theoretischen Schriften. Wenn es schon recht schwer ist, den gut dokumentierten Marxismus (und Derivate) zu definieren, so ist dasselbige für den Nationalsozialismus beinahe unmöglich.
Gemeinhin wird Nationalsozialismus mit dem Sozialdarwinismus in Verbindung gebracht. Auf fast jeder themenbezogenen Website, wird an prominenter Stelle der Nationalsozialismus mit dem Sozialdarwinismus in Beziehung gebracht.
Der Mythos, dass der Sozialdarwinismus eine der tragenden Säule des Nationalsozialismus ist, ist so unausrottbar wie falsch.
Bei genauer Betrachtung sind sich der Nationalsozialismus und der Sozialdarwinismus spinnefeind.
Der naturwissenschaftliche begründete Evolutionsgedanke und die nationalsozialistische Ideologie schliessen sich gegenseitig aus. Für die Idee der Evolution war in der NS-Ideologie keinen Platz. In ihrem Wahn glaubten die Nationalsozialisten daran, dass die Menschheit von blonden und blauäugigen Göttern abstammte, die vor Urzeiten auf die Erde herabgestiegen waren. Von diesen stammen die Herrenmenschen, die germanischen Arier ab.
Die Nazis konnten sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die arischen Herrenmenschen über die Evolution mit den Untermenschen verwandt sind.
Ein entfernt verwandtes Vorbild für die von den Nationalsozialisten praktizierte Auslese ist in der Antike zu finden.
Im antiken Stadtstaat Sparta wurden die Säuglinge nach der Geburt selektioniert. Säuglinge, die nicht den Kriterien entsprachen, wurden liquidiert.
Sparta war kein Einzelfall, in der gesamten antiken Welt war es üblich, überzählige Kinder auszusetzen (was dem Tod gleichkam).
Der Sozialdarwinismus hat in der angelsächsischen Welt seinen Ursprung. In Kanada, Australien, den USA und der Schweiz wurde der Sozialdarwinismus bis in die 1980er Jahre hinein praktiziert.
Anders als die Nationalsozialisten, die aggressiv ihre Rassenauslese betrieben, wurden in der zivilisierten Welt sozialdarwinistische Praktiken in aller Stille vollzogen. Wie viele Ureinwohner, Behinderten und Randständigen sozialdarwinistisch motivierten Methoden zum Opfer fielen, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen. In der Summe werden dem Sozialdarwinismus nicht weniger Menschen als dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sein.

Führerprinzip / Volksgemeinschafts-Ideologie

Diktaturen und Demokraturen verschieden Grades, waren vor dem Zweiten Weltkrieg die Regel. Echte Demokratie existierte nirgendswo. Wo es Demokratie gab, war sie weissen Männern vorbehalten. Farbige und Frauen waren von der demokratischen Teilhabe ausgeschlossen.
Der katastrophale Ausgang des Ersten Weltkriegs und die Weltwirtschaftskrise hatten die Demokratie und den Kapitalismus deskreditiert. Die Demokratien hatten abgewirtschaftet und im Kommunismus sah die Mehrheit keine Alternative.
Die Suche nach Alternativen zu Kapitalismus und Kommunismus war allgegenwärtig. Im autoritären Faschismus sahen viele Menschen den Dritten Weg, eine Alternative zu Demokratie, Kapitalismus und Kommunismus.
Als die kranke Demokratie abdankte und der Diktatur platz machte, vollzog sich in Deutschland ein normaler Entwicklungsschritt. In einem von Demokraturen und Diktaturen regierten Kontinent war ein Land mehr zum autoritären Regelfall geworden.
Die Vorstellung, dass inmitten eines demokratischen Kontinents, auf einmal ein Land aus dem friedlichen Kontext ausschied und «böse» wurde, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall.
Die Nationalsozialisten und ihre Ideologie waren ein Produkt ihrer Zeit. Die Art und Weise wie Adolf Hitler in kurzer Zeit die Krise in den Griff bekam und sich der Kommunisten entledigte, trug viel zur Akzeptanz des Faschismus in Europa bei.
In den meisten Dingen waren die Nationalsozialisten weder gewalttätiger oder radikaler als ihre Nachbarn. Der einzigen Unterschiede war die Entschlossenheit, mit der die Nazis zur Tat schritten und ihre aggressive Rhetorik.
Das Führer-Prinzip und die Volksgemeinschafts-Ideologie haben die Nationalsozialisten von der katholischen Kirche übernommen. Der Führer repräsentiert den Papst und demzufolge die Volksgemeinschaft den Leib Christi (die Kirche).

Blut-und-Boden-Ideologie

Die Blut-und-Boden-Ideologie ist ein tragendes Element der braunen Esoterik. Sie ist etwas speziell Deutsches.
Die braune Esoterik ist eine Mixtur aus neuheidnischen Ideen, Aberglauben, entstellten altgermanischen Kulten, Pseudowissenschaften, Naturromantik, okkulten Rassenlehren und theosophischen Erkenntnissen.
Hinter der Blut-und-Boden-Ideologie steht die okkulte Überzeugung, dass Rasse, Blut und Ackererde/Boden eine spirituelle Einheit bilden. Sie begründet sich zum Teil aus den in der Akasha Chronik dargelegten esoterischen Erkenntnissen (Wurzelrassen, Atlantis, etc ...).
Die NSDAP wurde 1919 durch Mitglieder der Thule-Gesellschaft gegründet. Die Thule-Gesellschaft, war ein ideller Ableger der Theosophischen-Gesellschaft.
Die Theosophische Gesellschaft wurde von der Russin Helena Petrovna Blavatsky 1875 gegründet. Die Theosophische Gesellschaft verfügte in der Vor- und Zwischenkriegszeit über einen grossen Einfluss. In Grossbritannien und Deutschland war die Theosophische Gesellschaft im sozialen und kulturellen Leben stark verankert. Viele TheosophInnen gehörten zur Oberschicht und waren Teil der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Elite (Moltke ...).
Als der „Ex-Theosophe“ Rudolf Steiner die Anthroposophische Gesellschaft gründete, verlor die Theosophie an Einfluss. Der Haupteinflussbereich der Theosophischen Gesellschaft verlagerte sich in den angelsächsischen Raum.
Wie stark die europäische und angelsächsische Politik zwischen 1880 und 1945 von okkulten und theosophischen Überzeugungen beeinflusst war, ist nach so vielen Jahren schwer zu eruieren (dieses Gebiet wurde meines Wissens noch nie wissenschaftlich erforscht).
Es kann als sicher angenommen werden, dass dem von den Nationalsozialisten praktizierten Okkultismus, ausserhalb Deutschlands zum Teil grosse Sympathien entgegengebracht, wurde.
Diese Sympathien mögen dazu beigetragen haben, dass Adolf Hitler freie Hand gelassen wurde.
Die braune Esoterik hat die Entnazifizierung unbeschadet überstanden. Unter dem Labels: New Age, Wicca, Neuheidentum/Paganismus ... ist der braune Okkultismus wieder auferstanden und vitaler als je zuvor.

Antisemitismus

Der Antisemitismus ist eine Hinterlassenschaft der katholischen Kirche. „Erfunden“ wurde er um die Juden für die Kreuzigung Jesus zu bestrafen.
Im Mittelalter entwickelte sich der Antisemitismus weiter. Obwohl er seine religiöse Funktion nie verlor, traten seine wirtschaftlichen und psychologischen Charakterzüge in den Vordergrund.
Psychologisch hatte der Antisemitismus eine Ventilfunktion. Wenn die Pest oder Tierseuchen ausbrachen oder sonstige unerklärliche Dinge geschahen, wurde die Ursache bei den Juden gesucht. Um die latent vorhandenen Aggressionen abzubauen, wurden Juden verbrannt, gevierteilt oder auf eine andere spektakuläre Art und Wiese zu Tode gebracht.
Im Mittelalter wachte die Kirche über die biblische Moral. Den Christen war es verboten, Bank- und Zinsgeschäften nach zugehen. Der Geldverleih war einer der wenigen Berufe den die Juden ausüben durften.
Wenn die Zinslast für die Herrschenden untragbar wurde, wurden die Gläubiger, also die Juden, mit den Schulden verbrannt. Irgendeinen Vorwand liess sich immer finden (mit oder ohne Folter).
Die mittelalterlichen Vorurteile gegen die Juden sind zählebig. Seit seiner Entstehung hat der Antisemitismus alle Epochen unbeschadet überstanden.
Anfänglich stiess die antisemitische Politik der Nazis auf internationale Zustimmung. Bis zum Kriegstritt liessen die US-Amerikaner keine jüdischen Flüchtlinge einreisen. Jüdische Flüchtlinge, die sich in die Schweiz retten konnten, wurden ins sichere Verderben ausgeschafft. Der gelbe Davidstern, den die Juden auf Armbinden tragen mussten, wurde auf Anregung der Schweizer Behörden eingeführt. Er diente dazu, jüdische Flüchtlinge schneller aufspüren und deportieren zu können.
Die Alliierten beschränkten sich auf die Zerstörung der Industrie. Obwohl sie vom Holocaust wussten, sandten sie nicht ihre Bomberflotten um die Transportwege in die KZs zu zerstören.
Am Holocaust waren alle beteiligten. Nachdem Krieg mochte niemand dazu stehen und die Besiegten mussten die Kollektivschuld auf sich nehmen.
Im polnischen Kielce kam es am 4. Juli 1946 zum letzten antjüdischen Pogrom auf europäischen Boden. Die Opfer waren Juden und die Täter Katholiken.
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Wie Rassismus funktioniert

Der Sachverhalt

Unsere süssen Eichhörnli. Nicht nur Kindern wird es warm ums Herz, wenn sie die Tiere von Ast zu Ast springen sehen. Doch jetzt droht ihnen ernsthaft Gefahr. Von fremden Fötzeln.
Das amerikanische Grauhörnli breitet sich in Europa immer mehr aus. Mit verheerenden Folgen. Das «Graue» ist viel grösser als das «Rote». Viel aggressiver. Und es vermehrt sich viel schneller. Damit drängt es unser Eichhörnli immer mehr zurück – bis es in einigen Gebieten gar nicht mehr leben kann.
In Oberitalien hat sich das Grauhörnli rasend schnell ausgebreitet. Jetzt lauert der US Nager an unserer Süd-Grenze.
Nur noch ein kleiner Sprung – und er wütet bei uns. Schweizer Experten sind alarmiert. Mit dem Bund wollen sie eine Strategie entwickeln, um die Ausbreitung der Grauhörnli zu verhindern.
Warum sind die Grauhörnchen so gefährlich?
Sie sind aggressiv, dominant und effizienter in Sachen Nachwuchs.
Jagen und töten sie unsere Eichhörnchen?
Nein, die Konkurrenz wirkt indirekt. Das Grauhörnchen ist grösser, robuster und dominanter als das zierlichere europäische Eichhörnchen. Es erzeugt mehr Nachwuchs und die Jungen wandern früher ab,auf der Suche nach neuen Revieren. Zudem sind Grauhörnchen resistente Träger eines Virus, der für Eichhörnchen tödlich ist.
Originaltext von punkt.ch: 02.04 2009, ist heute nicht mehr online

Die Albanische Gefahr

Die fleissigen Schweizer. Nicht nur Kindern wird es warm ums Herz, wenn sie ihren fleissige Eltern bei der Arbeit zuschauen dürfen. Doch jetzt droht ihnen ernsthaft Gefahr. Von fremden Fötzeln.
Die Albaner breiten sich in Europa immer mehr aus. Mit verheerenden Folgen. «Albaner» sind vitaler als «Schweizer». Viel aggressiver. Sie vermehren sich viel schneller. Damit drängt sie die Schweizer immer mehr zurück – bis sie in einigen Gebieten kein Auskommen mehr finden.
In Oberitalien haben sich die Albaner rasend schnell ausgebreitet. Jetzt laueren die Albaner an unserer Süd-Grenze.
Nur noch ein kleiner Sprung – und sie wüten bei uns. Schweizer Experten sind alarmiert. Mit dem Bund wollen sie eine Strategie entwickeln, um die Ausbreitung der Albaner zu verhindern.
Warum sind die Albaner so gefährlich?
Sie sind aggressiv, dominant und effizienter in Sachen Nachwuchs.
Sterben die Schweizer wegen den Albaner aus?
Nein, die Konkurrenz wirkt indirekt. Die Albaner sind grösser, robuster und dominanter als die fleissigen Schweizer. Sie erzeugen mehr Nachwuchs und die Jungen wandern früher ab, auf der Suche nach neuen Revieren. Zudem sind Albaner von Natur aus schmutzige Drogendealer und Schwerverbrecher.

Die Jüdische Gefahr

Die fleissigen Schweizer. Nicht nur Kindern wird es warm ums Herz, wenn sie ihren fleissige Eltern bei der Arbeit zuschauen dürfen. Doch jetzt droht ihnen ernsthaft Gefahr. Von fremden Fötzeln.
Die Juden breiten sich in Europa immer mehr aus. Mit verheerenden Folgen. «Juden» sind schlauer und fleissiger als «Schweizer». Die mosaische Religion macht sie gefährlich Sie vermehren sich viel schneller. Damit drängt sie die Schweizer immer mehr zurück – bis sie im Kulturbetrieb und in der Wirtschaft kein Auskommen mehr finden.
In Oberitalien haben sich die Juden rasend schnell ausgebreitet. Jetzt laueren die Juden an unserer Süd-Grenze.
Nur noch ein kleiner Sprung – und sie wüten bei uns. Schweizer Experten sind alarmiert. Mit dem Bund wollen sie eine Strategie entwickeln, um die Ausbreitung der Juden zu verhindern.
Warum sind die Juden so gefährlich?
Sie sind verlogen, geldgierig und effizienter in Sachen Nachwuchs.
Sterben die Schweizer wegen den Juden aus?
Nein, die Konkurrenz wirkt indirekt. Die Juden sind geldgieriger, verschlagener und schlauer als die fleissigen Schweizer. Sie erzeugen mehr Nachwuchs und die Jungen wandern früher ab, auf der Suche nach neuen Revieren. Zudem sind die Juden von Natur aus geldgierig und übervorteilen ihre Mitmenschen
 
PS: „Jude“ und „Albaner“ sind nur Platzhalter. Je nach Bedarf können die Begriffe: Neger, Moslem, Araber, Polen, Griechen, Roma, Zigeuner ... eingefügt werden.
Wenn das Publikum aus Langeweile das Interesse verliert, können höhere Level wie: Reichskristallnacht, Pogrom, Negerklatschen, T4, Zwangssterilisation, Genozid, Kinder der Landstrasse ... und in der finalen Stufe Holocaust freigeschaltet werden.
Rassismus funktioniert immer nach dem gleichen Schema und das leicht zugewinnende Publikum spielt mit Freunden mit.